Sergio lebt.

Blöderweise gehört denen kein einziger Laden, die sind überall Mieter. Was überwiegend wohl auch ein Vorteil ist, betrachtet man Lage und Auslastung der meisten Läden.
Das stimmt. Irgendwie scheint der alte Schlecker es geil gefunden zu haben, so viele Laeden wie moeglich zu besitzen. Darin hat er vielleicht seinen Reichtum gesehen, ohne da auf irgendwelche Kennzahlen zu achten. Was weiss ich, Umsatz pro qm, Gewinn pro qm oder so. Insofern sind die absoluten Umsatzunterschiede die in der Presse genannt werden, auch nur bedingt aussagekraeftig.
Schlecker ist zu teuer, zu miefig, das Sortiment ist auch beschissen. Rossmann und DM machen alles besser.
Wozu also zu Schlecker gehen?
Ich muss sagen, ich kaufe immer in irgendeiner Drogerie ohne auf den Namen zu achten. Schlecker faellt mir eher als absurd billig auf, aber vielleicht bin ich da zu sehr NYC Preise gewohnt. Wobei ich im Gegenteil sagen muss, dass mir bei den modernisierten Schleckerlaeden aufgefallen ist, dass sie mich definitiv an NYC erinnern (Duane Read). Viele Dinge machen sie aehnlich: billige Eigenmarken, Design, Aufmachung, etc. In den USA hat ein Drugstore auch immer noch eine Apotheke drinnen. Das darf Schlecker nicht so leicht machen, er haette hoechsten an einen Apotheker einen Platz in der Drogerie vermieten koennen. Aber letztendlich sind sie wohl wirklich am alten Schlecker gescheitert. Der Mann hatte gute Ausgabsbedinungen (20 Metzgereien), hatte den richtigen Riecher (Drugstore mit Selbstbedienung) und schwaebischen Geiz und hat dann nie mehr aufgehoert das zu machen, was er immer gemacht hat. So viele Zweigstellen wie moeglich aufbauen.